Copp Sounds - die BigBand am Copp

Die BigBandd Copp Sound ist aus der Bläserklasse hervorgegangen, durch einige Schülerinnen verstärkt worden und probtr einmal die Woche in unserer Aula.
Unsere BigBand besteht aus 21 Mitgliedern, inklusive Schlagzeug, Klavier und E-Gitarre.
Wir spielen Jazz- und Latinstandards, versuchen uns aber auch im Bereich der sinfonischen Blasmusik.
Die BigBand-Fahrt 2011
Über Hasloh führt der Weg vom Copp nach Westen zum Großen Strom. Morgens um 8 ist aber auch in Norderstedt noch die Welt in Ordnung. Die große Reise endet bereits nach einer Stunde. Wir wären sogar etwas früher dort gewesen, wenn da nicht ein Navi, ein früher Kreisel , ein Deich und eine Schleuse gewesen wären. Die Sonne erwartete uns dann am Glückstädter Binnenhafen.
„Unter“gebracht wurden die Musikanten in der Jugendherberge der Stadt. Die Jugendherberge ersetzte die alte Admiralität der Stadt aus dem Jahre 1640.
Zuletzt war im alten Gebäude zwar die Heringsfischerei untergebracht, aber Admiralität klingt tausendmal besser. Es beschreibt auch in etwa meine Tätigkeit während diese „Halb“-Wochendfahrt. Die im Jahre 2006 erbaute neue Jugendherberge ersetzt eine viel ältere Herberge, die ich als Schüler während einer Fahrradtour 1964 aufgesucht hatte. Hier kam mir nun eine gänzlich neue Rolle zu. Verteilung der Zimmer, gelegentliches Organisieren von Mineralwasser oder Kleingeld, die erfolglose Suche nach verschwundenen Regenjacken, die Beruhigung lärmgestresster Erwachsener kurz nach 22 Uhr gehörten dazu. Geprägt wurde meine Zeit jedoch durch Spaziergänge am Binnenhafen , gelegentliche Besuche in der schöne Altstadt dieser Nebenresidenz des dänischen Königs Christian IV. Dieser hätte an der Seite seiner geliebten schönen Holsteinerin Wiebke Kruse sicherlich gern auf den komplett renovierten Binnenhafen und die schöne Jugendherberge aus seiner „Glücksburg“ geschaut.
Zu einer Zeit, in der im übrigen Deutschland viele Städte um ihre Stadtmauern fürchten mussten, war hier in Glückstadt eine Art Aufbruchstimmung.
Wie aber auch in der heutigen Zeit manchmal bei Bauten zu beobachten, holt sich die Natur ihr Gebiet gern zurück. Die Architekten hatten nicht mit dem Schlick am Rhin gerechnet. 1634 fertiggestellt, 1638 erstmals renoviert und 1708 endgültig abgerissen, wahrlich keine „Glücksburg“, wie der dänische König seinen „Traum“ nannte. Erhalten sind aus dieser Zeit das Provianthaus, das Brückenhaus und der Wiebke-Kruse-Turm am weißen Gebäude gegenüber.
Der alte Salzspeicher wurde direkt am Binnenhafen errichtet. Erst nach dem Bau der Schleuse war dann die Beladung der Schiffe leichter, da die sonst im Tidenhafen trocken fielen.
Wir kamen leider einige Jahrzehnte zu spät, um den alten Glanz der Stadt zu erleben. Gleich nach der Ankunft wurden die Instrumente in den Probenraum gebracht. Noch vor dem Mittagessen begannen die Proben. Leider waren die Räumlichkeiten nur bedingt geeignet. Insbesondere die Luftzufuhr in dem Kellerraum war völlig unzureichend. Unterbrochen durch kleine Pausen und ausgelassener Toberei auf der Vogelnestschaukel, wurde an den Musikstücken fleißig gearbeitet. Nach einer längeren Mittagspause wurde ich dann durch die Stimmenproben aus dem Reich der Träume zurückgeholt. Nach dem Abendessen ging es unverdrossen weiter. Draußen auf der Straße blieben einige Spaziergänger stehen, angelockt durch die Klänge, die aus dem Keller der Herberge kamen. Nicht nur bei ihnen habt ihr einen guten Eindruck hinterlassen. Über die Geschehnisse in der Nacht werde ich schweigen. Nach Räumung der Zimmer wurde am nächsten Tag fleißig weitergeübt. Ein kleiner Spaziergang mit Frau Winkelmann in die Stadt rundete die Fahrt ab. Das Eis war wirklich lecker.
(Bericht und Fotos: D. Kopelke)





