Internationale Chemieolympiade Eine Schülerin und ein Schüler des Copp haben die 2. Runde erreicht

Interview mit Lena S. (17) und Fynn D. (16) aus der Q1b

 

Bs: Lena und Fynn, Ihr habt Euch erfolgreich an einem Chemie-Wettbewerb beteiligt. Um welchen Wettbewerb handelte es sich dabei?

Fynn: Wir haben uns an der ersten Runde der Internationalen Chemie-Olympiade beteiligt.

Lena: In den insgesamt fünf Runden sind Aufgabenstellungen mit aufsteigendem Schwierigkeitsgrad zu bestehen, nach der 3. Runde sind die besten 60 TeilnehmerInnen aus Deutschland ermittelt; schließlich entsendet jedes Land eine Delegation aus maximal vier TeilnehmerInnen und zwei Betreuern zum jährlich wechselnden Zielort der Olympiade.

 

Bs: Wie weit seid Ihr bisher gekommen?

 

Fynn: Wir haben jetzt die erste der fünf Runden hinter uns gebracht.

Bs: Gratulation! Könnt Ihr uns den Schwierigkeitsgrad der Aufgabenstellung beschreiben?

Fynn: Sehr, sehr hoch! Uns wurde erklärt, dass das Niveau den Anforderungen in den ersten Semestern eines Chemie-Studiums entsprechen soll.

 

Bs: Eure Chemie-Lehrerin, Frau Skendzic, hat mir die für Schülerinnen enorm schwierigen Aufgaben genau so beschrieben. Ihr habt daher schon jetzt Außergewöhnliches geleistet!

Wann habt Ihr Euch denn damit beschäftigt?

 

Lena: Wir hatten die Sommerferien über Zeit, an den Lösungen zu arbeiten.

 

Bs: Könnt Ihr uns beschreiben, wie die Aufgaben gestellt waren und wie Ihr zu Lösungen kommen konntet?

 

Fynn: Die Aufgaben haben sich auf verschiedene Teilbereiche der Chemie bezogen, beispielsweise auf Anorganik, Organik, physikalische und analytische Chemie oder Biochemie.

 

Bs: Wie konntet Ihr arbeiten, habt Ihr zu Hause im Keller experimentiert oder wie habt ihr das gemacht?

 

Fynn: (lacht) Experimentieren mussten wir eigentlich gar nicht, die Aufgaben verlangten umfangreiche Recherchen, u.a. auch im Internet. In einer Mappe waren die Lösungen festzuhalten und zu erklären.

Lena: Wir hatten allein sechs Seiten mit Aufgaben zu mehr als 50% richtig zu beantworten.

 

Bs: Was hat euch überhaupt bewogen, an diesem Wettbewerb teilzunehmen?

 

Fynn: Hauptsächlich hat uns das Interesse an der Chemie gereizt. In den Ferien wollte ich mich zudem nicht langweilen und konnte mich so schon auf das nächste Schuljahr einstimmen.

 

Bs: Gab es noch weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Coppernicus-Gymnasium?

 

Lena: Weitere unserer MitschülerInnen wurden gefragt, allerdings hatten sie vermutlich nicht die Motivation, sich diesem Schwierigkeitsgrad gerade in den Sommerferien zu stellen.

Bs: Wie wird es jetzt mit Euch weitergehen?

 

Fynn: In der zweiten Runde haben wir eine Klausur mit nochmals erhöhtem Anforderungsprofil zu schreiben.
Lena: Für die Klausur im Dezember werden wir dann drei Zeitstunden zur Verfügung haben.

 

Bs: Ihr seid sehr ehrgeizig und werdet zusätzlich zu den üblichen Klausuren in Eurem Jahrgang noch eine weitere schreiben. Richtig?

 

Fynn: Wir wollen auf jeden Fall noch weitermachen. Uns aus dem NaWi-Profil macht es viel Freude.

 

Bs: Bis wohin könnt Ihr noch gelangen?

 

Lena: Realistisch ist vielleicht ein baldiges Ausscheiden, aber …

Fynn: (lacht) … am Ende findet die Chemieolympiade in Bangkok in Thailand statt.

 

Bs: Wir wünschen Euch viel Erfolg!

 

 

Fotos und Interview: Bs (Klassenlehrer im GeWi-Profil des Q1-Jahrgangs)