Ausflug zu Jungheinrich zum Thema Schweißen am 01.03.2017

Im folgenden Artikel werden wir über unsere spannenden Erlebnisse bei Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG Werk Norderstedt berichten.

Früh am Morgen ging es los: Wir kamen mit der AKN um etwa 7:30 Uhr am Bahnhof Friedrichsgabe an. Anschließend gingen wir, die Klasse Eb (Chemie Profil), gemeinsam zum Empfang, wo wir schon erwartet wurden. Dort trugen wir uns in die Anwesenheitsliste ein und zogen Sicherheitsschuhe an. Wir waren alle sehr aufgeregt und stellten uns die Frage, ob wir auch selber schweißen dürfen.

Um 8:15 Uhr wurden wir von unserer Betreuerin Frau Hallmann abgeholt, die uns über das Werksgelände zur Ausbildungswerkstatt führte. Dort trafen wir auf den Ausbilder, der uns den Tagesablauf erklärte und anschließend mit dem Theorieteil zum Thema Schweißtechnik begann. Uns wurden viele Verfahren mit Bildern, Videos und Diagrammen näher gebracht. Auch die unterschiedlichen Schweißnähte, der Aufbau eines Schweißgeräts und Sicherheit waren Thema.

Nach diesem wirklich interessanten und lehrreichen Theorieteil hatten wir zur Erholung eine 15-minütige Pause mit leckeren belegten Brötchen, bevor wir in 2 Gruppen für den Praxisteil aufgeteilt wurden.

Eine der beiden Gruppen ging zum Schweißen, die andere zur Vorbereitung der Werkstücke. Bei der Werkstückvorbereitung ging es darum, ein scharfkantiges Werkstück so zu bearbeiten, dass es glatt war und eine 45 Grad Kante sollte abgefeilt werden. Wir durften uns selbst an die Arbeit machen und nach einiger Anstrengung schafften wir es alle zu unserer Zufriedenheit.

Nach ca. einer Stunde tauschten die Gruppen und der unserer Meinung nach interessantere Teil begann. Die 3 besten Auszubildenden aus dem 3ten Lehrjahr erklärten uns zunächst vor Ort die Schweißanlage und wir konnten beim Schweißen sogar zugucken! Zunächst wurde uns eine normale Schweißnaht gezeigt, bevor die 3 Azubis absichtliche Fehler einbauten, um uns die Wichtigkeit der Handhaltung, Schnelligkeit und dem Verhältnis von Spannung und Drahtvorschub näher zu bringen. So konnten wir sehen, was passiert, wenn nicht richtig gearbeitet wird.

Zur Fehleranalyse, dem letzten Teil unseres Tages, brachen wir die Werkstücke, um uns die Schweißnaht im Querschnitt anzugucken und Fehler zu erkennen und zu beurteilen.

In der Abschlussrunde erklärten wir uns mit Hilfe der Auszubildenden gegenseitig, woran man bei den Schweißnähten erkennen kann, ob z.B. das Schutzgas ausgeschaltet wurde oder zu viel Spannung eingestellt war. Mal war die Naht nicht symmetrisch, mal waren kleine Poren in der Naht vorhanden oder die Naht nicht tief genug, sodass die Werkstücke nicht richtig und stabil miteinander verbunden waren.

Zum Ende hin erhielt jeder die Gelegenheit noch einmal Feedback zu äußern und der Ausbilder fand noch einige abschließende Worte zum Thema Schweißen.



Fazit:

Der Tag war sehr gut von Jungheinrich vorbereitet und strukturiert. Nach dem Theorieteil konnten wir unsere neu erworbenen Kenntnisse sofort in der Praxis einsetzen, wodurch wir den Schweißablauf besser verstanden. Die Teilung der Klasse in zwei Gruppen machte es uns möglich, viele Fragen loszuwerden.

Chemieunterricht bei Jungheinrich - ein rundum gelungener und erlebnisreicher Tag. Vielen Dank an das Team von Jungheinrich und an Frau Busch, die uns begleitete.

Aylin K. und Vanessa D.; Eb

Kooperation mit Jungheinrich

Das Chemieprofil unseres Einführungsjahrganges setzt in diesem Schuljahr eine einzigartige Kooperation mit einem der größten Wirtschaftsunternehmen Norderstedts, dem Gabelstaplerhersteller Jungheinrich, fort.

Angebahnt wurde die Zusammenarbeit durch die Initiative NAT, die den Kontakt hergestellt und den Kooperationsvertrag mit gestaltet hat.

In den nächsten drei Schuljahren wird die Schülerinnen und Schüler des Chemieprofils immer wieder die Frage begleiten: „ Und wie funktioniert das beim Gabelstapler?“

Dabei werden Inhalte aus Chemie und Physik in ansprechender Weise und immer mit der Möglichkeit beleuchtet, den praktischen Umgang damit kennenzulernen.

So besteht beispielsweise die Möglichkeit, das Schweißen mit Hochstrom in der Ausbildungswerkstatt von Jungheinrich unter Anleitung der Ausbilder selbst durchzuführen.

So wird aus der uns allen bekannten Transformatorgleichung U1/U2=I1/I2 ein  funkensprühendes und lehrreiches Erlebnis.

Die Chemiker kommen beim Thema Werkstoffe auf ihre Kosten und lernen die vielfältigen Möglichkeiten der Materialbearbeitung kennen. Bevor ein Jungheinrich-Gabelstapler nämlich seine

typische Farbe erhält, sind zahlreiche materialabhängige Arbeitsschritte notwendig.

Das Copp bekommt zudem einen sogenannten „Demonstrator“ zur Verfügung gestellt; das ist ein Mini-Gabelstapler-Modell, an dem alle wesentlichen Funktionen des Originals mittels Sensoren und Steuerelektronik nachempfunden werden können.

Wir freuen uns sehr darüber, dass uns diese Kooperation ermöglicht wurde und hoffen, dass unsere Schülerinnen und Schüler dieses attraktive und einzigartige Angebot erfolgreich für sich nutzen können!

 

 

alle Fotos: C. Höhne, Fa. Jungheinrich

 

Mehr Bilder und weitere spannende Berichte findet Ihr hier:

http://initiative-nat.de/<wbr></wbr>kooperationsberichte/drei-<wbr></wbr>richtig-gute-jahre