< Medienelternabend für die Klassenstufe 6

Mo 20.04.2015

Profiltage

des Einführungsjahrgangs und der Qualifikationsphase 1

Im März wurden sowohl in der Einführungsphase als auch in der Qualifikationsphase 1 die Profiltage durchgeführt. Diese Tage ermöglichen fächerübergreifendes, vertiefendes Arbeiten und helfen so wesentlich, den Grundgedanken der Profiloberstufe zu verwirklichen. Damit sind sie ein wesentlicher Baustein der Arbeit in der Oberstufe am Coppernicus-Gymnasium. Die Themen sind in unseren Profilkonzepten festgehalten.

Entsprechend der Breite der angebotenen Profile waren die Themen der Profiltage vielfältig. In der Einführungsphase führte das NaWi-Profil in den verschiedenen Fachbereichen Experimente durch, das sprachliche Profil verband Fremdsprachen mit kulinarischen Erfahrungen und das GeWi-Profil nutzte die Tage für eine Exkursion (Bericht unten).

Das Sportprofil der Qualifikationsphase 1 befasste sich mit dem Herz-Kreislauf-System und sezierte beispielsweise Schweineherzen. Das gesellschaftswissenschaftliche Profil analysierte die Auswirkungen sportlicher Großereignisse (Fußball-Weltmeisterschaft, Olympische Spiele) auf die Raumplanung der entsprechenden Länder oder Regionen (Bericht unten).

Insgesamt konnte bei den Schülerinnen und Schülern ein sehr konzentriertes Arbeiten mit gewinnbringenden Ergebnissen beobachtet werden. Im ersten Halbjahr des kommenden Schuljahres sollen sich die Profitage dann auch auf die Qualifikationsphase 2 erstrecken. (Kü)

 

Profiltage im E-Jahrgang: Einblick in das GEWI-Profil

Seit geraumer Zeit versucht die Freie und Hansestadt Hamburg mithilfe des Leitprojekts "Sprung über die Elbe"  die Elbinsel und speziell den Stadtteil Wilhelmsburg weiterzuentwickeln und sein Image aufzuwerten. Doch wer springt eigentlich wohin? Sind Gentrifizierung und Segregation immerwährende Begleiterscheinungen stadtentwicklungspolitischer Prozesse? Ist Stadtentwicklung ohne Verdrängungsprozesse überhaupt möglich und sind diese Prozesse nicht sogar in Maßen gewünscht? Wen würde die Verdrängung betreffen? Wie kann eine nachhaltige Stadtentwicklung aussehen?

Diese Fragen hat sich der E1e Jahrgang aus dem GEWI Profil während der Profiltage am Beispiel des Reiherstiegviertels im Stadtteil Wilhelmsburg gestellt. Zu diesem Zweck wurden Statistiken der letzten Jahre unter anderem im Hinblick auf die Mietpreisentwicklung sowie die Bevölkerungs- und Sozialstruktur ausgewertet und vor Ort Interviews sowie eine Kartifizierung durchgeführt, welche die Sozial- und Infrastruktur in den Blick nahm. Mit den Ergebnissen und vielen Fragen wurde am zweiten Tag der stadtentwicklungspolitische und parlamentarische Geschäftsführer der SPD Bürgerschaftsfraktion, Dirk Kienscherf, im Plenarsaal der Hamburgischen Bürgerschaft konfrontiert (siehe Foto). Die wichtigsten Fragen konnten in einer regen und ertragreichen Diskussion aufgegriffen und zum Teil geklärt werden. Die in der Schule durchgeführte Auswertung und Evaluation rundeten diese beiden Profiltage ab. (Wö)

 

Profiltage im Q1-Jahrgang: Einblick in das GEWI-Profil

Können Events wie Weltmeisterschaften und Olympia erwünschte Wachstumsimpulse und Innovationen in Entwicklungsländern initiieren oder werden diese sogar aufgrund der enormen Kosten eher gebremst? Wer sind Profiteure dieser Großveranstaltungen in Ländern, die geografisch und sozial von Disparitäten geprägt sind? Sind es tatsächlich die angepriesenen „Spiele für alle“? Geht es eigentlich nicht nur um das „Image“? Am Beispiel des flächenmäßig größten Landes Südamerikas, Brasilien, in dem aktuell Großveranstaltungen wie die Weltmeisterschaft 2014 und Olympia 2016 stattfanden beziehungsweise stattfinden, haben die Schüler/innen diese Fragen detailliert untersucht.

Um sich der Beantwortung dieser Fragen anzunähern, haben sich die Schüler/innen mit Raumkonflikten und der Raumentwicklung Brasiliens beschäftigt. Dabei wurde der Fokus exemplarisch auf das Ballungszentrum Rio de Janeiro gelegt. In der Vertiefungsphase „schlüpften“ die Schüler/innen in unterschiedliche Rollen (Bürgermeister, IOC Vertreter, Bewohnerin einer Favela, Stadtverwaltung, brasilianische Fans etc.). In der intensiv geführten Debatte wurde schnell deutlich, dass die Beantwortung dieser Fragen stark von der von den Schüler/innen eingenommenen Perspektive abhing. Insofern waren die Schüler/innen im Anschluss in der Lage, die Chancen, aber auch die Risiken solcher Großveranstaltungen in Ländern wie Brasilien transparent und differenziert beurteilen zu können. (Le/Wö)