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Sa 3.10.2015

Sven Bachmann - neuer Koordinator für die Orientierungsstufe am Copp

Ein Blick vor und zurück

Seit Beginn des Schuljahres ist Sven Bachmann für die Orientierungsstufe und die Ganztagesbetreuung am Coppernicus-Gymnasium verantwortlich. Der Deutsch- und Lateinlehrer absolvierte bereits sein Referendariat hier. Jetzt blickt er zurück auf seine Laufbahn am Copp, die 2003 begann, und freut sich auf seine neuen Aufgaben.

Wieso haben Sie sich gerade für die Studienfächer Latein und Deutsch entschieden?

Sven Bachmann: Latein hat mir in der Schule immer unglaublich viel Spaß gemacht. Ich hatte einen Lateinlehrer, zu dem wir sehr aufgeschaut haben, der unglaublich witzig war, auch ein bisschen fies und ungerecht, den Mädchen gegenüber – aber ich bin ja nun einmal kein Mädchen. Wir fanden das eben lustig als Jungs und haben unter Angst sehr viel gelernt. Wir waren dann einfach gut in Latein.

Wie kam dann Deutsch hinzu?

Bachmann: Ich habe erst Chemie studiert, weil ich in der Schule Chemie-Leistungskurs hatte und mir das gut gefiel. Aber die beiden Studienfächer, Latein und Chemie, haben einfach nicht zusammen gepasst, weil sie beide so unglaublich arbeitsintensiv sind. Da habe ich dann Chemie aufgegeben und mit Deutsch angefangen.

Sie haben in Kiel studiert. Sind Sie darüber hinaus auch mit dem Norden verwurzelt?

Bachmann: Mit dem Norden bin ich stark verwurzelt. Ich kann sogar sagen, ich bin mit Norderstedt verwurzelt, weil ich nämlich hier aufgewachsen und zur Schule gegangen bin – auf das Lise-Meitner-Gymnasium. Dann sind wir nach Kiel gezogen, und irgendwann nach Hamburg beziehungsweise Norderstedt zurück. Ich habe zunächst in einem Verlag gearbeitet und ein Adressbuch für Werbetreibende herausgebracht, Gelbe Seiten für die Werbebranche. Danach bin ich in den Lehrerdienst gegangen.

Das Referendariat haben Sie auch am Coppernicus-Gymnasium absolviert, oder?

Bachmann: Genau, das Copp ist meine erste und einzige Schule. Also ich wohne hier in Norderstedt und eines meiner Kinder besucht die Schule. Mein ältester Sohn war übrigens auch hier, sogar vor mir, und zwar in der 5. Klasse. Und dann kam ich als Referendar.

Was macht das Copp so besonders? Wieso ist es schön, gerade hier zu arbeiten?

Bachmann: Für mich ist es gerade deshalb so schön, hier zu arbeiten, weil es die Schule meiner Kinder ist und ich als Norderstedter eine Norderstedter Schule gut und schön machen möchte.

Wie findet Ihr Sohn es denn, dass der Vater hier an der Schule arbeitet und jetzt auch noch einen wichtigen Posten übernommen hat?

Bachmann: Das ist noch kein Problem. Meinen ältesten Sohn hat es in der Oberstufe dann genervt.

Woher kommt die Affinität zur Orientierungsstufe?

Bachmann: Wir sind ja Kompetenzzentrum für Begabungsförderung. Da gab es ein Nachfolgeprojekt, „Übergänge“ heißt es. Die Schule hat damals jemanden gesucht, der dieses Projekt betreut. Ich glaube, ich war der einzige, der sich dafür interessiert hat. Damals habe ich damit angefangen, die Grundschulen mehr mit uns zu verzahnen. Seither sind auch einige Arbeitsgemeinschaften für begabte Grundschüler geöffnet. Die Grundschulen haben zunächst gar kein Interesse daran gezeigt. Da musste ich mehrmals nachhaken.

Mittlerweile hat sich das Projekt etabliert…

Bachmann: Mittlerweile ist das ein Selbstgänger und in Norderstedt auch relativ bekannt. Inzwischen haben wir das Programm auf das 4 + 1-Modell erweitert. Begabte Grundschüler können dadurch regelmäßig und über einen längeren Zeitraum einen Tag in der Woche bei uns verbringen. In diesem Jahr neu im Projekt „Übergänge“ ist, dass wir Fachtage anbieten. Im Dezember soll beispielsweise ein Fachtag „Naturwissenschaften“ stattfinden. Dazu sind dann eben auch Grundschüler eingeladen.

Welche Pläne haben Sie in naher und ferner Zukunft für die Orientierungsstufe?

Bachmann: Neben der Orientierungsstufe bin ich ja auch für die Ganztagesbetreuung zuständig. Ich würde über die Eltern gerne ein Hortangebot schaffen. Neben unseren Arbeitsgemeinschaften und dem Unterricht, den wir ja auch nachmittags geben, soll da für die Orientierungsstufe noch etwas Verlässliches sein. Denn viele Eltern sind einfach berufstätig und die Kinder nachmittags allein zu Hause.

Wird sich am Konzept des „Tags der Offenen Tür“ oder dem des „Schnuppernachmittags“ etwas ändern?

Bachmann: Die Konzepte sind gut. Aber nichts ist so gut, dass man es nicht noch besser machen könnte. Für den „Tag der Offenen Tür“ wünsche ich mir, noch mehr unserer Schüler einzubinden und vielleicht die Sprachinformationen, also für die zweite Fremdsprache, auf diesen Tag zu legen. Es könnten dann etwa auch Schnupperstunden für unsere Fünftklässler stattfinden.

Was bereitet so große Freude daran, gerade mit den Schülern der Orientierungsstufe zusammenzuarbeiten?

Bachmann: Sie sind so begeisterungsfähig für alles Mögliche. Das macht einfach Laune, finde ich. Die Schüler können mich ganz leicht damit anstecken. Außerdem sind sie überhaupt nicht kontaktscheu. Das finde ich toll. (Eb)