Grenzen in der Geschichte: Unsere Gewinnerin des Geschichtswettbewerbs
„Bis hierhin und nicht weiter!? – Grenzen in der Geschichte“ – so lautete das Thema des aktuellen Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten der Körber Stiftung.
Hierbei ging es thematisch vor allem darum, sich mit territorialen Grenzen auseinanderzusetzen, aber auch die eigene familiäre Geschichte und persönliche Grenzerfahrungen konnten in den Fokus gerückt werden. Insgesamt reichten 6720 Kinder und Jugendliche 2289 Beiträge ein, 250 Landessiege wurden vergeben.
Zu den Landessiegerinnen in Schleswig-Holstein gehört Maria Naffissa aus der Ed. In ihrem Podcast berichtet Maria über die eigene Fluchtgeschichte ihrer Familie, die sich aus Syrien 2015 auf den Weg in Richtung Europa gemacht hat, und vergleicht diese Fluchterfahrung mit der Geschichte der Vertriebenen von 1945. Bewegend legt Maria dar, vor welchen Schrecken die Familie in Folge der Angriffe des Assad-Regimes zunächst in die Türkei und dann weiter nach Deutschland geflohen ist. Da Maria selbst noch ein kleines Kind war, lässt sie in ihrem Podcast ihre Mutter hierzu zu Wort kommen. Wie schwer solche eine Entscheidung wiegt, die eigene Heimat zu verlassen, um sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft zu machen, wird in den Schilderungen der Mutter deutlich.
Marias Podcast macht uns auf bewegende Art deutlich, wie eng menschliche Schicksale miteinander verbunden sind und das Schicksal, das viele Deutsche in den Vertreibungen 1945 ereilte, nicht weit entfernt ist von dem Leid, das viele syrische Geflüchtete seit 2015 auf sich nehmen mussten.
Am 09.Juli fand die offizielle Preisverleihung in Kiel statt. „Es war für mich eine super Erfahrung, vor allem auch, weil ich mit der Jury sprechen konnte, die sich meinen Podcast angehört hat, das war total spannend!“, so schildert Maria ihre Eindrücke. Spannend war für Maria auch, dass sie persönlich mit der Bildungsministerin Dorit Stenke sprechen konnte, bei der ihr Podcast ebenfalls bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Darüber hinaus darf sich Maria über ein Preisgeld von 500€ freuen.
Marias Beitrag geht jetzt weiter in die nächste Runde und hat somit auch die Chance auf einen der begehrten Bundespreise. Die Entscheidung hierüber fällt im November – unsere Daumen sind gedrückt!
photocredits: Kai-Ole Nissen / MBWFK

